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Wein

Die Sprache des Weins

Weinbegriffe verstehen

Winzer, Kellermeister oder Weinhändler sollten der Weinsprache mächtig sein. Und auch für den Weinliebhaber macht es sich gut, wenn er versteht, was all die weinbaulichen Fachbegriffe bedeuten und wie sich Qualität und Zustand der Weine ….. mehr lesen

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beschreibenbeschreiben lassen. Wenn Weinkritiker und Sommeliers in ihrem Element sind, dann kann nicht jeder mitreden. Seit den 1990er Jahren benutzen Sommeliers in Deutschland eine vereinfachte Form der Weinsprache. Dabei werden einige Wortneuschöpfungen im Zusammenhang mit der Beschreibung von Geschmack und Reife beim Laien durchaus für so machen Lacher sorgen. Nicht ohne Augenzwinkern lassen sich Weine als recht frühreif bezeichnen oder kommen beschwingt daher. Auch auf schwach entwickelte Weine, denen jedoch eine große Zukunft beschieden ist, lässt es sich treffen. Wir finden Weine, die charmant auftreten oder körperreich aber dennoch geschmeidig sind. Allerdings kann ein Wein auch reif aber reizlos erscheinen. Weine schmecken nach frischen Beeren, nach Teer, nach Holz, nach Vanille, Mokka oder verbranntem Gummi - aber hoffentlich nicht nach Kork. Der Reichtum der Worte und deren Neuschöpfungen wird deutlich, wenn Weine beschrieben und beurteilt werden. Damit auch Sie sich in Zukunft einen Reim auf die Begriffe der Weinsprache machen können, haben wir im Folgenden einige Begriffe zusammengestellt.

Das Wein ABC für den Alltag

A

Abgang - Damit wird der Geschmack bezeichnet, den der Wein im Mund hinterlässt. Bei hochwertigen Weinen kann dieser Abgang eine geraume Zeit anhalten.

Amerikareben - So werden alle aus Amerika stammenden Rebsorten bezeichnet. Auch die Kreuzungen, die auf Grund der einstigen Reblausplage daraus entstanden sind werden so genannt.

Anreichern - Um einen höheren Alkoholgehalt zu erreichen, wird dem Traubenmost häufig Rohrzucker zugesetzt. Hierfür gelten in den einzelnen Weinbauländern unterschiedliche Gesetze.

B

Barrique - Ursprünglich wurden diese kleinen Holzfässer nur in Frankreich verwendet. Heute werden darin auch Rot- und Weißweine in Deutschland, Österreich, Spanien oder Kalifornien ausgebaut. Je nach verwendeter Holzart sind dem Wein unterschiedliche Barriquenoten eigen.

Bukett - Ein Bukett ist der Geruch eines Weines. Die gesamten durch Riechen feststellbaren Eindrücke eines Weines können teils sehr intensiv bis aufdringlich sein.

Buschenschenke - Hier werden in Österreich Weine ausgeschenkt. Als Buschen werden die Kiefern- oder Fichtenzweige bezeichnet, die den ländlichen Weinausschank kennzeichnen.

D

Dekantieren - Der Weinkenner gießt den Wein vor dem servieren in eine Karaffe. Mit dem Dekantieren soll der Wein vom Bodensatz getrennt werden.

Dosage - Dies ist in Wein gelöster Zucker, der Schaumwein zugesetzt wird, um dadurch eine zweite Gärung einzuleiten oder um nach beendeter Gärung nochmals am Geschmack zu feilen.

Durchgegoren - Diese Weine haben gegoren, bis beinahe der gesamte Zucker aufgespalten wurde. Dadurch entstehen trockene Weine.

E

Edelfäule - An reifen Beeren kann sich der Grauschimmelpilz festsetzen. Diese Edelfäule lässt den Zuckergehalt steigen und besonders extraktreiche Weine entstehen.

Erziehung - Mit der Erziehung lenkt der Winzer den Wuchs des Rebstockes. Durch den Verschnitt kann der Mengenertrag beeinflusst werden. Wie die Erziehung vollzogen wird, ist abhängig vom Klima und von den Traditionen des Weinbaulandes.

Essigstich - Bakterien können diese Weinkrankheit hervorrufen. Alkohol wird dabei in Essigsäure umgewandelt, was den Wein ungenießbar macht.

F

Firne - Diesen Ton weisen alternde Weißweine auf. Frische und Blume gehen verloren. Ist die Edelfirne überschritten, dann verliert der Wein an Geschmack und verfärbt sich dunkel.

Florhefe - Diese Hefeart kommt nur im Süden Spaniens, in Südafrika und im Jura vor. Der Wein wird dabei mit einer dicken Schicht überzogen und kann der Luft ausgesetzt werden, da Bakterien nicht mehr eindringen können.

Fuchsgeschmack - Dieser unangenehme Geschmack haftet hin und wieder amerikanischen Trauben an.

G

Gefällig - Gefällig ist ein Wein, wenn er einfach und harmonisch ausfällt und keine besonderen Eigenschaften besitzt.

Geschmeidig - So werden harmonische und elegante Weine bezeichnet.

Großlage - Werden mehrere ähnliche Weinlagen zusammengefasst, dann wird dies nach deutschem Weinrecht als Großlage bezeichnet.

H

Harzwein - Diese Weine werden mittels Baumharz konserviert. Dies ist in Griechenland üblich.

Heuriger - In Österreich übliche Bezeichnung für den vom 11.11. des Lesejahres bis zum gleichen Termin des Folgejahres geernteten Wein. Auch die Weinschenken werden so bezeichnet.

Hybride - Dabei handelt es sich um Kreuzungen zwischen amerikanischen und europäischen Rebsorten.

K

Kirchenfenster - Diese Bezeichnung steht für Schlieren, die stark glyzerinhaltige Weine an den Gläsern hinterlassen.

Kurz - Kurze Weine besitzen keinen vollmundigen Geschmack und hinterlassen wenig Aroma beim Abgang.

L

Luftgeschmack - Dieser entsteht, wenn ein Wein zu lange mit Luft in Berührung gekommen ist. Es handelt sich dabei um einen eher unangenehmen Geschmack.

Fehlaromen beim Wein

M

Markant - Markant sind Weine, die viel Ausdruck und Charakter besitzen.

Most - Most ist unvergorener Traubensaft, also praktisch der Ausgangsstoff für den späteren Wein.

N

Nervig - So werden ausdrucksvolle und säurebetonte Weine genannt

P

Pikant - Lebendige Weine mit einer feinen Säure und Eleganz bezeichnet man auch als pikante Weine.

Plump - Schwere Weine, die zwar einen hohen Alkoholgehalt, aber wenig Ausdruck besitzen, werden als plump bezeichnet.

R

Reintönig - Besitzt ein Wein keinen Nebengeschmack oder Nebengeruch, dann ist er reintönig.

Riede - So bezeichnen die Österreicher die Weinlagen.

S

Sauser - Dies ist ein noch trüber und sich in der Gärung befindlicher Traubenmost.

Schillerwein - Ein hellroter Wein, der aus weißen und roten Trauben besteht, wird auch Schillerwein genannt.

Seewein - Stammt ein Wein vom Bodensee, dann trägt er diese Bezeichnung. In Österreich steht der Begriff auch für Weine vom Neusiedler See.

T

Trester - Dies sind Rückstände, die zurückbleiben, wenn der Most abgepresst wird. Daraus lassen sich einfache Weine herstellen. Auch Grappa wird aus Trester gewonnen.

V

Verschlossen - Diese Weine sind noch nicht völlig ausgereift und der Geschmack kommt noch nicht voll zur Geltung.

W

Weißherbst - Diese Roséweine stammen aus bestimmten deutschen Weinanbaugebieten und werden nur aus einer Rebsorte hergestellt.

Z

Zweitwein - Diese Spezialität stammt aus dem Bordelais. Châteaux wird unter dieser Bezeichnung als preiswerterer Wein angeboten.

Geschmacksrichtungen bei Wein

Trocken ist nicht gleich trocken. Für Wein und Sekt gelten unterschiedliche Geschmacksangaben. Dabei steht der gleiche Begriff bei Wein und Sekt für einen unterschiedlichen Gehalt an Restzucker. Man unterscheidet beim Wein vier Geschmacksrichtungen:

Trocken ist die Bezeichnung für Weine, die fast oder ganz durchgegoren sind; das heißt für Weine mit einem Restzuckergehalt bis höchstens 4g/l. Der Gesetzgeber erlaubt die Bezeichnung „trocken“ darüber hinaus bis zu einem Restzuckergehalt von 9g, wenn der in g/l Weinsäure ausgedrückte Gesamtsäuregehalt höchstens 2g/l niedriger ist als der Restzuckergehalt (Formel: Säure + 2 bis zur Höchstgrenze 9). Ein trockener Wein ist nicht gleichbedeutend mit sauer. Er enthält eben nur wenig unvergorenen Zucker. Allerdings schmeckt man bei trockenen Weinen eine höhere Säure eher.

Halbtrockene Weine dürfen bis zu 12 Gramm Restzucker je Liter aufweisen, bzw. bis 18g/l, wenn dabei der Restzuckergehalt den Säuregehalt nicht mehr als 10g übersteigt. (Formel: Säure + 10 bis zur Höchstgrenze 18).

Häufig findet man auf Weinetiketten auch die Bezeichnung feinherb. Diese inoffizielle fünfte Geschmacksrichtung ist nicht eindeutig definiert, wird geschmacklich aber zumeist zwischen halbtrocken und lieblich eingeordnet. Obwohl sie nicht offiziell weinrechtlich reglementiert ist, erfreut sie sich zunehmender Beliebtheit.

Liebliche Weine weisen einen Restzuckergehalt auf, der die für halbtrocken festgelegten Werte übersteigt, aber höchstens 45 g/l erreicht.

Die Angabe süß ist ab 45 g/l zulässig.

Prädikate

Wir alle kennen diese Begriffe: Kabinett, Spätlese, Auslese, Beerenauslese, Eiswein und Trockenbeerenauslese. Für viele Weinfreunde ist die an den Öchslegraden der Trauben orientierte Prädikatsstufe eines Qualitätsweines die wichtigste der gesetzlich vorgeschriebenen Angaben auf einem Weinetikett. In kaum einem anderen Land gibt es eine so große Differenzierung bei den Weinqualitäten wie in Deutschland.

Es gibt sechs verschiedene Prädikate, wiederum mit unterschiedlichen Mindestmostgewichten je nach Rebsorte und Anbaugebiet. Dabei gelten in südlicheren Anbaugebieten meist höhere Anforderungen. Die Prädikate in aufsteigender Reihenfolge:

  • Kabinett: feine, leichte Weine aus reifen Trauben mit geringem Alkoholgehalt
  • Spätlese: reife, elegante Weine mit feiner Frucht, die etwas später geerntet werden
  • Auslese: edle Weine aus vollreifen Trauben, unreife Beeren werden ausgesondert.
  • Beerenauslese: volle, fruchtige Weine aus überreifen, edelfaulen Beeren
  • Eiswein: aus Trauben, die in gefrorenem Zustand unter minus 7 Grad Celsius gelesen und gefroren gekeltert werden, sodass nur das Frucht-Konzentrat ausgepresst wird. Das Mindestmostgewicht entspricht dem einer Beerenauslese.
  • Trockenbeerenauslese: Aus rosinenartig eingeschrumpften, edelfaulen Beeren ist die Trockenbeerenauslese die Spitze der Qualitätspyramide, süß und honigartig hat sie eine extreme Alterungsfähigkeit von Jahrzehnten. Solche Weine können nicht in jedem Weinjahrgang geerntet werden.