Vollmundig, elegant und edel.

Vollmundig, elegant und edel.

A wie Abgang

Mit Abgang wird der Geschmack bezeichnet, den der Wein im Mund hinterlässt. Bei hochwertigen Weinen kann dieser Abgang eine geraume Zeit anhalten.

Alle aus Amerika stammenden Rebsorten werden als Amerikareben bezeichnet. Auch die Kreuzungen, die auf Grund der einstigen Reblausplage daraus entstanden sind, werden Amerikareben genannt.

Anreichern – Um einen höheren Alkoholgehalt zu erreichen, wird dem Traubenmost häufig Rohrzucker zugesetzt. Hierfür gelten in den einzelnen Weinbauländern unterschiedliche Gesetze.

B wie Barrique

Ursprünglich wurden diese kleinen Holzfässer, Barrique nur in Frankreich verwendet. Heute werden darin auch Rot- und Weißweine in Deutschland, Österreich, Spanien oder Kalifornien ausgebaut. Je nach verwendeter Holzart sind dem Wein unterschiedliche Barriquenoten eigen.

Bukett, ein Bukett ist der Geruch eines Weines. Die gesamten, durch Riechen feststellbaren Eindrücke eines Weines können teils sehr intensiv bis aufdringlich sein.

In Buschenschenken werden in Österreich Wein ausgeschenkt. Als Buschen werden die Kiefern- oder Fichtenzweige bezeichnet, die den ländlichen Weinausschank kennzeichnen.

D wie Dekantieren

Dekantieren, der Weinkenner gießt den Wein vor dem servieren in eine Karaffe. Mit dem Dekantieren wird der Wein vom Bodensatz getrennt.

Dosage – Dies ist in Wein gelöster Zucker, der Schaumwein zugesetzt wird, um dadurch eine zweite Gärung einzuleiten oder um nach beendeter Gärung nochmals am Geschmack zu feilen.

Durchgegoren – Diese Weine werden gegoren, bis beinahe der gesamte Zucker aufgespalten wurde. Dadurch entstehen trockene Weine.

E wie Edelfäule

Edelfäule – An reifen Beeren kann sich der Grauschimmelpilz festsetzen. Diese Edelfäule lässt den Zuckergehalt steigen und besonders Extrakt reiche Weine entstehen.

Erziehung – Mit der Erziehung lenkt der Winzer den Wuchs des Rebstockes und durch den Verschnitt kann der Mengenertrag beeinflusst werden. Wie die Erziehung vollzogen wird, ist abhängig vom Klima und von den Traditionen des Weinbaulandes.

Essigstich – Bakterien können diese Weinkrankheit hervorrufen. Alkohol wird dabei in Essigsäure umgewandelt, was den Wein ungenießbar macht.

F wie Firne

Firne – Diesen Ton weisen alternde Weißweine auf. Frische und Blume gehen verloren. Ist die Edelfirne überschritten, dann verliert der Wein an Geschmack und verfärbt sich dunkel.

Florhefe – Diese Hefeart kommt nur im Süden Spaniens, in Südafrika und im Jura vor. Der Wein wird dabei mit einer dicken Schicht überzogen, dadurch kann er der Luft ausgesetzt werden, weil Bakterien nicht mehr eindringen können.

Fuchsgeschmack – Dieser unangenehme Geschmack haftet hin und wieder amerikanischen Trauben an.

G wie Gäfällig

Gefällig – Gefällig ist ein Wein, wenn er einfach und harmonisch ausfällt und keine besonderen Eigenschaften besitzt.

Geschmeidig werden harmonische und elegante Weine bezeichnet.

Großlage – Werden mehrere ähnliche Weinlagen zusammengefasst, dann wird dies nach deutschem Weinrecht als Großlage bezeichnet.

H wie Harzwein

Harzweine werden mittels Baumharz konserviert. Dies ist in Griechenland üblich.

Heuriger – In Österreich übliche Bezeichnung für den vom 11.11. des Lesejahres bis zum gleichen Termin des Folgejahres geernteten Wein. Auch die Weinschenken werden so bezeichnet.

Hybride – Dabei handelt es sich um Kreuzungen zwischen amerikanischen und europäischen Rebsorten

K wie Kirchenfenster

Kirchenfenster – Diese Bezeichnung steht für Schlieren, die stark glyzerinhaltige Weine an den Gläsern hinterlassen.

Kurz – Kurze Weine besitzen keinen vollmundigen Geschmack, hinterlassen daher wenig Aroma beim Abgang.

L wie Luftgeschmack

Luftgeschmack – Dieser entsteht, wenn ein Wein zu lange mit Luft in Berührung gekommen ist. Es handelt sich dabei um einen eher unangenehmen Geschmack und Fehlaromen beim Wein.

M wie Markant

Markant – Markant sind Weine, die viel Ausdruck und Charakter besitzen.

Most – Most ist unvergorener Traubensaft, also praktisch der Ausgangsstoff für den späteren Wein.

N wie Nervig

Nervig werden ausdrucksvolle und säurebetonte Weine genannt

P wie Pikant

Pikant – Lebendige Weine mit einer feinen Säure und Eleganz bezeichnet man auch als pikante Weine.

Plump – Schwere Weine, die zwar einen hohen Alkoholgehalt, aber wenig Ausdruck besitzen, werden als plump bezeichnet.

R wie Reintönig

Reintönig – Besitzt ein Wein keinen Nebengeschmack oder Nebengeruch, dann ist er reintönig.

Riede – So bezeichnen die Österreicher die Weinlagen.

S wie Sauer

Sauser – Dies ist ein noch trüber und sich in der Gärung befindlicher Traubenmost.

Schillerwein ist ein hellroter Wein, der aus weißen und roten Trauben besteht.

Seewein – Stammt ein Wein vom Bodensee, dann trägt er diese Bezeichnung. In Österreich steht der Begriff auch für Weine vom Neusiedler See.

T wie Trester

Trester sind Rückstände, die zurückbleiben, wenn der Most abgepresst wird. Daraus lassen sich einfache Weine herstellen. Grappa wird auch aus Trester gewonnen.

V wie Verschlossen

Verschlossen – Diese Weine sind noch nicht völlig ausgereift und der Geschmack kommt noch nicht voll zur Geltung.

W wie Weißherbst

Weißherbst – Diese Roséweine stammen aus bestimmten deutschen Weinanbaugebieten. Diese werden nur aus einer Rebsorte hergestellt.

Z wie Zweitwein

Zweitwein – Diese Spezialität stammt aus dem Bordelais. Châteaux wird unter dieser Bezeichnung als preiswerterer Wein angeboten.