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Deutschland

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Deutschland

Deutsche Qualitätsweine gehören an die Weltspitze

Noch nie waren Deutsche Weine angesagter als heute! Und das gilt nicht nur für die deutsche urtypische Rebsorte den Riesling, sondern zunehmend auch für Deutschland untypische weiße Sorten wie Sauvignon Blanc. Auch deutsche Rotweine stehen mittlerweile auf den Karten vieler Restaurants, sowohl in deutschland als auch international. Unter den deutschen Winzern hat sich in den letzten 2 Jahrzehnten viel getan. Sehr erfahrene und experementierfreudige Wizer und Winzerin haben frisches Blut in die Deutsche Weinkultur gebraucht und den Deutschen Weinanbau auf ein höheres Niveua gehieft.

Riesling – nicht nur der Lieblingsweisswein der Deutschen

Der Riesling ist die Rebsorte für die Deutschland International geschätzt und beneidet wird. Auf mitlerweile über 22.000 ha Rebfläche deutschlandweit wird er angebaut. Mit 5.500ha ist die Pfalz das größte Rieslinganbaugebiet der Welt, gefolgt von der Mosel, Rheinhessen und dem Rheingau.

Weltweit genießt deutscher Riesling ein hohes Renommee und das schon seit mindestens zwei Jahrhunderten. Im 19. Jahrhundert standen deutsche Rieslinge auf internationalen Weinkarten gleich neben den französischen Grand Crues. Die klimatischen Bedingungen in Deutschland sind ideal für den Riesling:  relativ kühle Durchschnittstemperaturen und viel Sonne im Spätherbst.

So gedeiht diese spät reifende Rebsorte optimal und bringt hervorragende Qualitäten hervor. Aufgrund der unterschiedlichen Böden und (Steil-)Lagen in den verschiedenen Weinregionen und der regionalen Anbauweise der einzelnen Winzer, sind deutsche Rieslinge vielfältig wie kaum ein anderer Wein. Von einfachen Schoppenweinen, über Qualitätsweine, dem Kabinett Wein, Spätlesen, Auslesen bis hin zu ausgezeichneten Großen Lagen reicht das Spektrum des Rieslings, dessen besten Tropfen viele Jahre reifen können und deshlb prädesteniert für top Qualitäten sind.

Vor allem durch seine frische Säure und dem aromatischem Geschmack zeichnet sich der Riesling aus. Mit der „Generation Riesling“ wurde dem Riesling vor wenigen Jahren eine neue Plattform bereitet. Das Netzwerk aus mittlerweile knapp 600 Riesling-Enthusiasten wurde gegründet, um Interessen zu bündeln, Aktionen durchzuführen und das Image des Rieslings weiterhin zu stärken. Die Teilnehmer der „Generation Riesling“ sind allesamt nicht älter als 35 Jahre, verfügen über zumeist international erworbenes Weinwissen und erregen mit ihren Aktionen als Botschafter einer modernen, dynamischen Weinherstellung in Deutschland immer wieder viel Aufmerksamkeit.

Hier finden wir die wichtigsten Deutschen Weinanbau Regionen

Deutschland hat 13 Qualitäts Weinregionen mit einer Anbaufläche von 103 391 ha, auf die ich hier etwas näher eingegen möchte:

Zu den wichtigsten unter ihnen gehören Rheinessen, die Nahe, die Pfalz, Baden, das Rheingau und die Mosel. Mit über 26.000 ha ist das Rheinhessen die größte der deutschen Weinregionen, auch hier ist die Hauptrebsorte der Riesling, hinzu kommen Rivaner, Silvaner, Weißburgunder und Grauburgunder und verschiedene rote Rebsorten wie Dornfelder oder Spätburgunder. Knapp 3.000 Winzer und Weinbaubetriebe produzieren hier durchschnittlich 2.500 hl pro Jahr.

Mit knapp 24.000 ha ist die Pfalz die zweitgrößte Weinregion Deutschlands und das größte Rieslinganbaugebiet der Welt. Auf knapp 5.500 ha Rebfläche wird hier Riesling angebaut, der zu den besten der Welt zählt. Und noch einen Superlativ hat die Pfalz zu bieten: Die Region ist Deutschlands größtes Rotweingebiet. Ca. 40 Prozent der Rebfläche sind mit roten Sorten bepflanzt, vor allem Dornfelder, Spätburgunder und Portugieser.

Baden, mit 15.800 ha, ist die Nummer drei der deutschen Weinregionen. Diese Region ist die mit den meisten Sonnenstunden und dem wärmsten Klima in Deutschland. Die wichtigste Rebsorte in Baden ist mit Abstand der Spätburgunder, der als klassischer Rotwein, als Rosé oder als Weißherbst ausgebaut wird. Daneben sorgen auch fruchtige Grauburgunder und feine Weißburgunder aus dem Burgunderland Baden immer wieder für Aufsehen.

Das Rheingau ist die Heimat des Rieslings, der auf insgesamt 2.500 ha der 3.2.00 ha Rebfläche angebaut wird. Die Reben gedeihen in den sonnigen Steillagen hervorragend – immer mehr Rheingauer Rieslinge stammen aus vom VDP klassifizierten Ersten Lagen und werden als „Große Gewächse“ verkauft. Bei den roten Rebsorten dominiert auch hier – wie in vielen anderen deutschen Weinregionen – der Spätburgunder.

Die Mosel ist eine der ältesten Weinregionen Deutschlands und liegt mit 8.800 ha Rebfläche im oberen Mittelfeld, wenn es um die Größe geht. Die Hälfte der Reben wird auf Steillagen mit über 30 % Gefälle angebaut. Diese steilen Schieferhänge speichern die Wärme der Sonne besonders gut und lassen die Weinreben tief wurzeln, sodass die ausgebauten Weine besonders mineralreich und fruchtig sind.

Die deutschen Weinregionen in Zahlen (Quelle: DWI)

  1. Rheinhessen (ca. 26.500 ha)
  2. Pfalz (ca. 23.000 ha)
  3. Baden (ca. 15.800 ha)
  4. Württemberg (ca. 11.400 ha)
  5. Mosel (ca. 8.800 ha)
  6. Franken (ca. 6.100 ha)
  7. Nahe (ca. 4.200 ha)
  8. Rheingau (ca. 3.100 ha)
  9. Saale-Unstrut (ca. 750 ha)
  10. Ahr (ca. 540 ha)
  11. Sachsen (ca. 490 ha)
  12. Mittelrhein (ca. 460 ha)
  13. Hessische Bergstraße (ca. 450 ha)

Deutscher Wein und die passende deutsche Küche runden das Erlebnis ab

Warum in die Ferne schweifen, wenn das gute vor unserer eigenen Haustür liegt. Bereits seit Jahren geht der Trend nicht nur in Deutschland hin zu regionalen, frischen Produkten, sei es das Obst vom Bio Bauern im Umland, das Urban Gardening in großen Metropolen, das sich immer größerer Beliebtheit erfreut oder ganz allgemein das Bewustsein für top Qualität der Produkte, die es „vor der eigenen Haustür“ gibt, die frisch auf den Tisch kommen und einen geringeren CO2 Fußabdruck durch lange Transportwege oder aufwändige Lagerhaltung mit sich bringen.

Alte, traditionsreiche Rezepte mit regionalen Zutaten werden neu interpretiert und stehen heute auf den Speisekarten der Top Restaurants. Und am besten zu diesen Gerichten passen natürlich einheimische Weine. Zu den Fisch- und Krabbenspezialitäten aus dem Norden der Republik eignen sich Riesling, Grau- oder Weißburgunder oder Silvaner. Je nach Art und Zubereitung des Fisches verträgt sich z.B. gebratener oder gegrillter Meeresfisch sehr gut mit einem Silvaner, zu gedünstetem Fisch passt hervorragend ein Weißburgunder oder ein Riesling. Bei Geflügel kommt es bei der Weinauswahl auch auf die Farbe des Fleisches an. Zu hellem Fleisch vom Hühnchen oder der Pute eignen sich milde Weißweine mit wenig Säure ebenso wie Rosés.

Dunkles, fettigeres Geflügelfleisch wie z.B. Gans oder Ente Rindfleisch können gut einen gehaltvollen, gereiften Rotwein vertragen. Auch Rindfleisch oder Wild – klassisch zubereitet mit Rotkohl und Knödeln – schmecken noch besser, wenn sie von einem kräftigen Spätburgunder oder Dornfelder begleitet werden. Als Aperitif empfehlen wir ein Glas Auslese oder Eiswein.

Deutschland hat mitlerweine mehr als nur Dornfelder zu bieten

Der Riesling ist die deutsche Rebsorte schlechthin, aber auch rote Rebsorten begünstigt durch das wärmere Klima  werden in Deutschland immer beliebter. Die Anbaufläche nimmt stetig zu und deutscher Rotwein ist eindeutig raus aus dem Schatten der großen Nationen wie Frankreich, Italien und Spanien!

Der meiste Rotwein wird in Rheinhessen und der Pfalz produziert. Die Weinregion Ahr ist zwar nicht die größte, aber die Prozentual üpigste Rotwein-Region in Deutschland. Fast 90% der Anbaufläche ist mit Rotwein bestückt. Weißwein spielt nur eine untergeordnete Rolle.

Doch Deutschland hat weit mehr zu bieten als nur den Dornfelder. Burgundersorten gedeihen in kühleren Regionen wie Deutschland besonders gut, so steht auch der Schwarzburgunder an der Spitze der deutschen Rotweine – sowohl bei den Winzern als auch bei den Weintrinkern. Schon bei der großen Pinot Noir/Spätburgunderverkostung konstatierte Meiningers Weinwelt 2014 „Das Niveau deutscher Spätburgunder steigt rasant“. Auch klassische Rebsorten wie Portugieser, Schwarzriesling oder Lemberger sind im Kommen.

Der Portugieser ist ein leichter, duftiger, unkomplizierter Rotwein, der frisch, jung getrunken werden kann, soll. Besonders bei jungen Weintrinkern kommt der sehr gut an, weil er ein toller Einsteigerwein ist.  Auch der Schwarzriesling ist unkompliziert, wenn es um Lage und Boden geht, dieser wird vor allem in Württemberg angebaut. Die leichten, dunklen Weine sind ideale Schoppenweine, eignen sich auch gut als Essensbegleiter und bringen, als Spätlese ausgebaut, gute bis sehr gute Qualitäten hervor.

Die Rebfläche des Lemberger, in Ungarn bekannt als Blaufränkisch, steigt in Deutschland stetig an. Hauptsächlich wird der Lemberger in Württemberg angebaut, hier bringen die Reben auf guten Lagen Spitzenqualitäten hervordie sich sehr groper Beliebtheit erfreuen. Die Weine haben ein kräftiges Aroma nach Brombeeren, Kirschen und Johannisbeeren, einen kräftigen Körper, eine milde Säure und moderate Tannine. Besonders gut eignet sich der Lemberger als Begleiter kräftiger Fleischgerichte. Es muss also nicht immer ausländischer Rotwein sein, wenn es um gute Rotweine geht.

Qualitätsstufen der Deutschen Weine

Den Verband der Prädikatsweingüter die aktuell 200 Mitglieder umfasst gibt es schon seit 100 Jahren. Dieser Verband setzt die Maßstäbe für Weingenuss und Qualität. Der VDP sucht seine Mitglieder nach strengen Kriterien aus: Weingüter, die auf hochwertigen Lagen über einen langen Zeitraum hinweg besonders gute Weine produzieren. Wichtig hierbei sind immer auch die regionalen Besonderheiten der Weinregionen und der Reben. Vier verschiedene Klassen unterscheidet der VDP. Als „Grosse Lage“ werden die allerbesten deutschen Lagen bezeichnet. „Erste Lage“ – das sind erstklassige Lagen, die aufgrund ihrer idealen Gegebenheiten über mehrere Jahre qualitativ hochwertige Weine hervorgebracht haben. Die dritte Qualitätsstufe ist der „Ortswein“, ein Wein also, der aus einem hochwertigen, charaktervollen und traditionellen Weinberg innerhalb einer bestimmten Ortsgemarkung stammt. Die vierte und damit niedrigste der VDP Qualitätsstufen ist der sogenannte Gutswein. Diese Weine stammen aus anderen Lagen der VDP Weingüter.

Für den Verbraucher ist es also ganz einfach qualitativ hochwertigen Wein zu erkennen. Der Traubenadler, das Logo des VDP, ziert sämtliche Flaschen. Trockene Große Gewächse haben ein besonderes GG-Trauben-Logo als Glasprägung. Bei frucht- und edelsüßen Weinen stehen die jeweiligen Prädikate „Kabinett“, „Spätlese“, „Auslese“, „Beerenauslese“, „Trockenbeerenauslese“ und „Eiswein“ auf dem Etikett.

Internationale Rebsorten in Deutschland, dem Klima sei dank

Immer beliebter werden internatinale Rebsorten sowohl bei den deutschen Winzern als auch bei den Weingenießern. Ganz vorne steht da der Sauvignon Blanc und Chardonnay im Weißwein Bereich oder der Cabernet Sauvignon, Merlot und Pinot Noir im Rotwein Bereich. Der Sauvignon Blanc, der ursprünglich aus Frankreich stammt wird mitlerweile auf dem gesamten Globus angebaut. 

 Auch in Deutschland steigt die Rebfläche von Jahr zu Jahr. Vor allem in der Pfalz, Rheinhessen und Baden ist dieser Wein mit seinem kräftig, fruchtigen Aroma verbreitet. Sauvignon Blanc aus Deutschland ist in den letzten Jahren immer häufiger auf den ersten Plätzen internationaler Weinwettbewerbe. Chardonnay ist wahrscheinlich die bekannteste weiße Rebsorte weltweit und auch hier in Deutschland auf dem Vormarsch. Vor allem in sonnigen Regionen wie Baden oder der südlichen Pfalz, dort, wo auch Burgunder gut gedeiht, werden Top Qualitäten produziert. Hier können sich die Fruchtaromen und die moderate Säure dieser Rebsorte besonders gut entfalten.

Cabernet Sauvi­gnon ist die wohl bekannteste rote Rebsorte der Welt, über 165.000 ha Rebfläche sind damit bepflanzt, ca. 360 ha davon in Deutschland. Deutsche Cabernet Sauvignon Weine kommen meist aus Rheinhessen oder der Pfalz. Die Weine zeichnen sich durch ihren besonderen Charakter und typischen Geschmack von schwarzen Johannisbeeren (Cassis) und Noten grüner Paprika aus. Ebenso wie der Cabernet Sauvi­gnon gehört auch Merlot zu den am weitesten verbreiteten Rebsorten weltweit und auch in Deutschland steht der Merlot mittlerweile unter den ersten 10 Rotweinsorten. Vor 20 Jahren begann der Anbau in Deutschland, vorher war diese Rebe nicht zugelassen, doch in dieser Zeit ist die Rebfläche auf gut 600 Hektar angestiegen. Die wichtigsten deutschen Anbaugebiete für Merlot liegen in der Pfalz und in Rheinhessen. Der samtig weiche Merlot wird hier entweder rebsortenrein oder als Cuvée ausgebaut und bringt einfache bis gehobene Qualitäten hervor.

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