Regent

Der Regent ist eine teilresistente Rotweinsorte mit den Genorten Rpv3-1 gegenüber dem Falschen Mehltau (Plasmopara viticola) und Ren3/Ren9 gegenüber dem Echten Mehltau (Uncinula necator).

Sie ist nach den so genannten alten französischen Hybriden die erste neue pilzwiderstandsfähige Rotweinsorte, die eine größere Verbreitung erlangt hat. Sie besitzt gegenüber den bedeutenden Mehltau-Pilzkrankheiten der Rebe eine erhöhte Widerstandskraft.

Die Farbe

Sie gehört derzeit zu den bedeutendsten pilzwiderstandsfähigen Qualitäts-Rebsorten weltweit und liefert farbintensive, kräftige Rotweine.

Der Regent ist eine Neuzüchtung (1967 Kreuzung zwischen Diana (Silvaner x Müller-Thurgau) und Chambourcin) und erhielt erst 1995 die deutsche und im Jahr darauf die europäische Sortenzulassung sowie die Klassifizierung zur Qualitätsweinproduktion. Im Stammbaum sind die Wildarten Vitis aestivalis, Vitis cinerea, Vitis labrusca, Vitis lincecumiiVitis riparia und Vitis rupestris sowie die Kulturform Vitis vinifera enthalten. Die Resistenz Rpv3-1 geht auf Vitis rupestris zurück.

Der Ursprung

Die Ursprünge von Ren3 /Ren9 sind noch ungeklärt. Die Züchtung geht auf Gerhardt Alleweldt zurück und wurde am heutigen Julius Kühn-Institut (JKI) Institut für Rebenzüchtung Geilweilerhof entwickelt. Im Rahmen der Sortenschutzzulassung wurde 1995 die Sorte aufgrund ihrer taxonomischen Merkmale als Vitis vinifera eingestuft.

Der Wein der Sorte besitzt mit bis 300 mg/l einen hohen Anteil des Anthocyans Malvidin-3,5-Diglucosid, was die intensive Färbung des Weines erklärt. Aufgrund dieses Farbstoffes sind Verschnitte mit Regent oder anderen Sorten mit Malvidin-3,5-Diglucosid leicht nachweisbar.

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